Sichere Häfen wieder gefragt

Die gestrigen guten Daten aus den USA ließen die Unsicherheit der letzten Tage nur kurz in den Hintergrund. So legte neben Gold auch der Yen wieder zu, was den Nikkei und mit ihm die asiatischen Börsen unter Druck setzten.

Die Fed gab gestern keine hinweise auf die nächste Zinserhöhung. Aus dem Statement geht hervor, dass die Fed die Zinsen schrittweise anheben möchte und die Risiken für die Konjunktur ausgewogen seien.

Während gestern Facebook mit den Quartalszahlen überzeugen konnte, legte Daimler am Morgen schwache Daten vor. 

Die Vorgaben aus Asien und die schwachen Zahlen von Daimler lassen den Dax Future deutlich unter dem gestrigen Schlusskurs starten. Ein erneuter Versuch, die 10.515 zu testen, ist damit möglich. 


Entscheidend dürfte weiter die 11.400 sein. Ein Bruch dieser Mark könnte den Index leicht unter die 11.000 führen.


Heute werden vor allem Impulse aus der Berichtssaison erwartet. Merck & Co. (12.45 Uhr) sowie Philip Morris (13 Uhr) legen vor Öffnung der Wall Street Zahlen vor. Nach der Schlussglocke berichten dann Amazon und Visa.

Aus den Unternehmen außerhalb der USA ist öfter die Unberechenbarkeit der Politik der neuen US-Administration ein Thema. Sie wird als Risiko für die weitere Entwicklung der Konjunktur gesehen.

Die guten Konjunkturdaten aus den USA haben EUR/USD nur kurz unter Druck gebracht. Das Paar legte nach der Fed-Entscheidung schnell wieder über die 1,0775 zu und kann nun einen neuen Versuch starten, Richtung 1,0850 voranzukommen. Eine Hürde auf diesem Weg ist das Wochenhoch bei 1,0812. Ein Scheitern könnte bärisch sein.


Im Wirtschaftskalender dürfte heute die Zinsentscheidung der Bank of England wichtig sein. 13 Uhr gibt es neben der Zinsentscheidung, bei der ebenso wie beim Volumen des Quantitative Easing keine Änderung erwartet wird, auch den Inflationsausblick und die konjunkturellen Projektionen. 13.30 Uhr gibt es eine Pressekonferenz mit BoE-Chef Mark Carney. 

Bereits 13.20 Uhr spricht Mario Draghi in Ljubljana anlässlich des 10. Jahrestages der Euro-Einführung in Slowenien.

Ansonsten sind die makroökonomischen Impulse heute dünn gesät. 


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