Euro: Wachablösung beim Fuffziger

Tschüss Fuffy
Nach den Abgaben gestern in den USA litt in der Nacht der Nikkei und sorgt für einen schwachen Start im Dax. Außerdem geht der Fuffziger in Rente

Starker Yen belastet Exporttitel

Besonders Exporttitel standen unter den Tagesverlierern, aber auch Finanztitel hatten nichts zu lachen. Der Nikkei verlor rund 1 %. Auch die anderen Börsen in Asien und Australien verzeichneten Abschläge, wenn auch nicht so heftig. Insgesamt traten die Risiken in den Vordergrund. Besonders die unklare Zukunft der Handelsbeziehungen zwischen China und den USA trat vor dem Gipfeltreffen beider Länder in den Fokus. So profitierten die sicheren Häfen: Gold, Yen und US-Staatsanleihen. 

Australische Notenbank bestätigt Leitzins

Die Reserve Bank of Australia hat ihren Leitzins bei 1,5 % gelassen. AUD/USD gibt nach der Entscheidung weiter nach und handelt unter 0,7585. Damit könnte die 0,7490 in den Fokus rücken. Vorher könnte es um 0,7540 Support geben. 

Leichtes Minus zum Start des Dax Future

Der Dax startet mit leichten Verlusten. Erste Unterstützung dürfte bei 12.180 auszumachen sein. Aktuell präsentiert der Ichimoku kurzfristig ein angeschlagenes Bild. Die Wolke sieht steil nach oben, was selbst bei einer Seitwärtskonsolidierung des Dax den Bruch der Wolke nach Süden wahrscheinlich macht. Die Bullen müssen also schnell einen Konter fahren, wenn Sie noch das Allzeithoch bei 12.399 erreichen wollen. 

Euro fast unverändert

EURUSD tritt weiter auf der Stelle und notiert um 1,0660. Die nachmittägliche Schwäche von gestern wurde wieder schnell kompensiert. Den Bullen fehlt aktuell jedoch die Kraft, eine Gegenbewegung zu initiieren. Nächster größerer Support bei 1,06. Für den Test der Wolke müsste das Paar über die 1,0705.


Großes Ereignis für den Euro heute: Der am meisten gefälschte Geldschein, der 50-Euro-Schein geht in Rente und wird durch einen neuen ersetzt. Ab heute werden die Geldautomaten mit den neuen Scheinen bestückt.

Wenig Impulse

Ansonsten gibt es heute nur wenige Wirtschaftstermine. 10.30 Uhr meldet Großbritannien den Baugewerbe PMI, bevor aus der Eurozone die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht werden (11 Uhr). 15.30 Uhr spricht Mario Draghi in Frankfurt anlässlich der Einführung des neuen 50-Euro-Scheins. Es ist wohl nicht damit zu rechnen, dass Mario Draghi detailliert auf die aktuelle Geldpolitik eingehen wird. Vielmehr wird man wohl den Euro als europäischen Stabilitätsanker feiern. Vorher, 14.30 Uhr erscheint die Handelsbilanz der USA. Es könnte sein, dass der Dax ein wenig ängstlich auf das zu erwartende Defizit schaut.

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