Geopolitische Risiken bleiben bestehen

Über die Osterfeiertage sind die geopolitischen Risiken leider nicht kleiner geworden

Erdogans Angstmache kommt an

Die Angstmache hat gewirkt! Zumindest ein Teil des der Türken haben sich von Präsident Erdogan dermaßen täuschen lassen, dass sie offenbar glauben, die Krise im eigenen Land hätte nichts mit dessen Politik zu tun und wenn man Erdogan mehr Macht gäbe, wird in der Türkei alles besser. Dabei ist es die autokratische, nationalistische, Minderheiten ausgrenzende Regierungsweise des Präsidenten, die für die Instabilität des Landes gesorgt hat. So ist die Arbeitslosenquote von 9,3 % im April 2016 auf 13,0 % im Januar geschnellt. Höher war die Arbeitslosenquote zuletzt im Dezember 2009. EURTRY startete tortzdem schwächer in die neue Woche, konnte aber im Laufe der letzten 24 Stunden deutlich zulegen.

Auch ansonsten keine Entspannung


Ansonsten beherrschten Drohungen die Szenerie. Der russische Außenminister Lawrow warnte die USA vor Alleingängen in Syrien und Nordkorea. Die Chinesen versuchten wenigstens auf der koreanischen Halbinsel für Entspannung zu sorgen - Pustekuchen. Die Koreaner präsentierten, dass sie keine Raketen zuverlässig abschießen können, haben aber ihren Vize-Außenminister gleich mal vorgeschickt, der bei der BBC weitere Raketentests ankündigte. Die USA hingegen machen klar, dass sie gern ein Bündnis gegen Nordkorea auch mit China eingehen würden, aber auch vor Alleingängen nicht zurückschrecken würden. Offenbar gibt es Planspiele, das nordkoreanische Atomprogramm zu zerstören. 

Gemischtes aus der Wirtschaft

Von der Datenseite gab es gemischte Daten aus China, wo das BIP im letzten Quartal nur um 1,3 % gestiegen ist. Erwartet wurden 1,6 %. Überraschenderweise legte das BIP im Vergleich zum Vorjahr um 6,9 % unfd damit über den Erwartungen (6,8 %) zu, Stark präsentierten sich auch Industrieproduktion und Bauausgaben. Die NY Empire State Herstellungsaktivität in New York blieb mit 5,20 deutlich hinter den Erwartungen (15,00). Schon am Freitag enttäuschten Einzelhandelsumsätze und Verbraucherpreise. Dazu kamen enttäuschende Zahlen von Netflix.

US-Börsen zeigten sich ziemlich robust

Trotzdem konnten die US Börsen gestern deutlich zulegen. Der Dow Jones stieg um fast 1 %, was die meisten asiatischen Märkte aber doch übertrieben fanden, Nur der Nikkei legte hier, getragen von einem etwas schwächeren Yen, zu. Na ja, und der Kospi aus Seoul. Wobei man sich da fragt, ob dies angesichts der Koreakrise nicht Zweckoptimismus ist. 

Dax Future startet positiv

Der Dax Future legte einen starken start hin, zog sich aber schnell wieder zurück. Aktuell ist der Dax im Plus, bleibt aber im Stundenchart unter der Wolke. Unterstützungsbereich dürfte bei 12075/44 zu finden sein. auf der Oberseite sollte der Index erstmal über das heutige Tageshoch bei 12.181 müssen,ehe es bullisch werden kann. 

EURUSD tritt auf der Stelle

EURUSD hat sich zu gestern Abend nicht verändert. Das Paar legte gestern lange zu, bis es im US-Handel einen Teil der Gewinne wieder abgab. In Krisenzeiten wird eigentlich der US-Dollar gesucht. Davon ist allerdings gestern wenig zu sehen gewesen. Aber die US-Märkte präsentierten sich ja allgemein als ziemlich krisenresistent. Ob dies so bleibt, wird man sehen müssen. Bleibt das Paar über der Wolke ist im Bereich 1,0675/700 Widerstand zu erwarten. Auf der Unterseite dürfte unter der Wolke (1,0620) die 1,0569 eine wichtige Rolle als Support spielen. Der Ichimoku im Stundenchart favorisiert die Longseite, wenn auch nicht besonders eindeutig.

Berichtssaison rückt in den Fokus

An Wirtschaftsterminem rückt heute die Berichtssaison in den USA in den Fokus:
11.55 Uhr UnitedHealth
12.40 Uhr Johnson & Johnson
12.45 Uhr Bank of America
13.35 Uhr Goldman Sachs
22.08.Uhr IBM
Zumindest bei den Bankenwerten sollte es gute Zahlen geben. Außerdem liefern die USA Baugenehmigungen und -beginne (14.30 Uhr) sowie die Industrieproduktion (15.15 Uhr)


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