Nach dem Schreck kommt die Erholung

Nachdem die Fed den Markt gestern mit einem hawkishen Sitzungsprotokoll zur letzten Zusammenkunft des Open Market Ausschusses überrascht hat, fingen sich die Indizes im Laufe des Tages wieder. Bullisch ist das aktuelles Szenario noch nicht.

Auch fundamental ist der weitere Weg schwer zu ergründen. Die Konjunktur ist in vielen Regionen der Welt durchaus robust, die EZB wird die Geldschleusen weiter maximal geöffnet halten, aber es gibt auch einige Risiken. Ein Risiko heißt Nordkorea, gegen das die Rhetorik der Amerikaner deutlich schärfer geworden ist. Hier kann man sogar einen Krieg nicht ausschließen - mit ungewissem Ausgang für die wichtigen Wirtschaftsnationen dieser Region: Südkorea, China und Japan. 

Ob Donald Trump und sein chinesischer Kollege Xi sich gut verstehen, oder ob beide Länder auf einen Handelskrieg zulaufen, wird man sehen müssen. Und dann sind da noch Meldungen, nach denen auch ein zweiter Gesetzentwurf zur Reform von Obamacare im Repräsentantenhaus durchfällt und dass die Steuerreform ebenfalls noch längere Zeit auf sich warten lassen wird. So stehen de Bullen inzwischen doch einigen Hindernissen gegenüber. Die Lage hat sich eingetrübt. Sie ist aber nicht hoffnungslos.