Teuerung in Europa steigt

Man kann es nicht wegdiskutieren: Die Inflation in der Eurozone steigt. Allerdings sind viele Faktoren dieser Inflation  doch Einmal-Effekte, weshalb die Marktreaktion etwas verfrüht gewesen sein könnte.

Neben Energie und Lebensmitteln sind im April auch touristische Leistungen im Vergleich zum Vorjahr deutlich teurer geworden, was aber mehr damit zu tun hatte, das Ostern in diesem Jahr im April und im Vorjahr eben schon im März stattfand. Preise für Industriewaren stiegen nur um 0,3 %, was vermuten lässt, dass die EZB an ihrer Geldpolitik weiter festhalten wird. 

Ansonsten waren heute gute Bilanzen von Amazon und Alphabet (Google) zu verarbeiten, whrend in Japan die Industrieproduktion schwächelte und in Großbritanien und Frankreich das BIP nicht überzeugen konnte. 

Die Indizes verharrten auf hohem Niveau. Für Anschlusskäufe fehlten aber auch heute die Argumente. In der kommenden Woche entscheide die Federal Reserve über die Geldpolitik in den USA, die großen US-Arbeitsmarktdaten stehen an und die Einkaufsmanagerindizes geben ein Stimmungsbild der Wirtschaft. Am Wochenende geht es dann in die zweite Runde der französischen Präsidentschaftswahlen.